NEUES WAFFENGESETZ 2017

Neuigkeiten zur Änderung des Waffengesetzes zur Aufbewahrung von Waffen

Der Deutsche Bundestag hat am 18.05.2017 Änderungen des Waffengesetzes beschlossen. Der Bundesrat hat der Gesetzesänderung am 02.06.2017 zugestimmt. Ziel des neuen Waffengesetzes soll es u.a. sein, den Sicherheitsstandard für die Aufbewahrung von Waffen und Munition anzuheben.
Für Waffenbesitzer ändern sich damit die Vorschriften zur Waffenaufbewahrung.

Bisher war es ausreichend, Lang- und Kurzwaffen in Waffenschränken der Stufe A und B nach VDMA 24992 aufzubewahren.
Nach der Änderung des Waffengesetzes dürfen nur noch Waffenschränke, die mindestens Grad 0 nach
DIN EN 1143-1 entsprechen, verwendet werden.

Widerstandsgrad 0 nach DIN EN 1143-1 unter 200 kg
– Langwaffen unbegrenzt
– bis zu 5 Kurzwaffen
– Munition
Widerstandsgrad 0 nach DIN EN 1143-1 über 200 kg
– Langwaffen unbegrenzt
– bis zu 10 Kurzwaffen
– Munition
Widerstandsgrad 1 nach DIN EN 1143-1
– Langwaffen unbegrenzt
– Kurzwaffen unbegrenzt
– Munition

Für bisher genutzte Waffenschränke gilt jedoch ein
Besitzstandsschutz. Wer bereits einen Waffenschrank der VDMA Sicherheitsstufe A oder B besitzt, darf diesen auch nach
der Änderung des Waffengesetzes weiter nutzen. Die Besitzstandsschutzregelung soll auch für Waffen
gelten, die neu erworben werden. Voraussetzung ist allerdings, dass die Kapazität des alten Schrankes ausreicht. Die Regelung gilt auch für Mitbewohner, die ihre Waffen gemeinsam aufbewahren.

Für die Besitzstandsschutzregelung ist das Kaufdatum entscheidend, dieses muss vor Inkrafttreten des neuen Waffengesetzes liegen!
Wird jedoch ein Waffenschrank nach Inkrafttreten des neuen Waffengesetzes erworben, muss der Schrank der DIN EN 1143-1 entsprechen.
Stichtag für den Besitzstandsschutz ist das Datum der Veröffentlichung im Bundesanzeiger.

Sobald der endgültige Gesetzestext hierzu vorliegt, wird dieser entsprechend verlinkt.